Bundesverband
für Brandverletzte e.V.

 

Dorfstraße 16d
D-31020 Salzhemmendorf

 

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Zurück bleiben Narben, Sorgen und Ängste (Pressetext)


Petra Krause-Wloch    Ansprechpartnerin für Brandverletzte

Oldendorf (Dewezet vom 04.02.2014). Jedes Jahr werden rund 1500 schwer brandverletzte Erwachsene und 500 Kinder bundesweit in Verbrennungszentren eingeliefert. Ist die Akutbehandlung abgeschlossen, beginnen häufig die Folgeerkrankungen. Die Brandwunden heilen zwar mit der Zeit, ab zurück bleiben Narben – am Körper und an der Seele. Quälende Selbstzweifel und sogar Ekel vor sich selbst bestimmen den Lebensrhythmus. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. „Hat das Leben überhaupt noch einen Sinn?“ – „Warum gerade ich?“
Beinahe täglich wird Petra Krause-Wloch mit diesen und ähnlichen Fragen konfrontiert. Die Betroffenen oder deren Angehörige hoffen auf eine Antwort. Die Gründerin des „Bundesverbandes für Brandverletzte“ ist für sie Ansprechpartnerin für ihre Sorgen und Ängste. „Unsere Aufgaben sehen wir in der Motivation und der Beratung der Brandverletzten und ihrer Angehörigen“, betont sie. Berücksichtigt werden psychische, physische und soziale Belange.
Unter anderem helfen sie und ihre Mitarbeiter bei der Suche nach einer geeigneten Reha-Klinik, unterstützen bei Verhandlungen mit den Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Berufsgenossenschaften, werden tätig in Sozialrechtsfragen oder sind behilflich bei der Suche nach anderen Ansprechpartnern, die weitere Hilfe leisten können.
„Wir wollen dazu beitragen, dass den Brandverletzten eine optimale Rehabilitation gewährleistet wird und eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft erfolgt“, so die Vorsitzende der 1994 gegründeten Selbsthilfegruppe für Brandverletzte, die 1998 umstrukturiert wurde in die Initiative für Brandverletzte und vor etwa vier Jahren in den Bundesverband für Brandverletzte. Der Verband finanziert sich aus den Beiträgen der derzeit 115 Mitglieder, aus Fördergeldern der Krankenkassen sowie aus Spenden. Zu der umfangreichen Arbeit der in Oldendorf in der Dorfstraße 16 d ansässigen Bundesinitiative gehören auch diverse Aktionen, beispielsweise Filmtage, Brandschutzerziehung, Tagungen und Workshops. Die Vorsitzende, durch einen schweren Verkehrsunfall mit Verbrennungen selbst brandverletzt, engagiert sich ehrenamtlich. „In Zahlen ausgedrückt habe ich eine 40-Stunden-Woche“, bilanziert Petra Krause-Wloch.
Einen nicht unerheblichen Zeitaufwand beanspruche die Beschaffung von Fördermitteln, denn das zur Verfügung stehende Budget sei knapp bemessen. Die Vorsitzende nimmt deshalb regelmäßig an diversen Wettbewerben teil, mit denen soziales Engagement gewürdigt und im Fall eines Gewinnes mit einem Preisgeld honoriert wird. „Leider kommen wir selten in diesen Genuss“, bedauert Petra Krause-Wloch. Im vergangenen Jahr sei die Arbeit des Bundesverbandes lediglich mit einer Urkunde des „Deutschen Ehrenamtspreises 2013“ gewürdigt worden.
Nun setzt sie ihre Hoffnung auf die Teilnahme am Aspirin-Sozialpreis. Petra Krause-Wloch hat mit dem Bundesverband für Brandverletzte, deren Vorsitzende die Oldendorferin ist, teilgenommen an der Auslobung des von der „Bayer Cares Foundation“ ausgeschriebenen „Aspirin-Sozialpreises 2014“. Beworben haben sich 132 gemeinnützige Institutionen aus dem Gesundheitsbereich. Der Publikumssieger erhält ein Preisgeld von 5000 Euro. Darüber hinaus wird eine Fach-Jury weitere Gewinner-Projekte auswählen und mit einem Preisgeld würdigen. sto
Petra Krause-Wloch mit der Urkunde „Ehrenamtspreis 2013“.sto

/Stand: 23.01.2015 Karl-Wilhelm Steinmann