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Brandverletzten-Ratgeber

Verbrennungsgrade / 9er Regel


Interessant ist es ja immer wieder zu erfahren wie eigentlich die Größe der verbrannten oder verbrühten Körperoberfläche gemessen wird. Die prozentuale Ausdehnung der Narben wird auf die Körperoberflache bezogen. Hierzu kann die 9er-Regel nach Wallace angewandt werden. Als klinische Faustregel für Erwachsene gilt:

Kopf 9%,

Arme je 9%,

Rumpf vorne und hinten je 18%,

Beine je 18%,

Anal-Genital-Region 1%

Eine weitere Hilfe zur Abschätzung der Ausdehnung bildet die Fläche des Handtellers des zu Begutachtenden, die etwa 1 % seiner Körperoberfläche entspricht. Die Handflächenregel wird in der Kinderheilkunde gezielt eingesetzt, wobei die 9er Regel für den Erwachsenen entwickelt wurde.

 

 

 

9er

Abb.: Neunerregel nach Wallace zur Beurteilung der Verbrennungsausdehnung

 

Quelle: Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen an der LMU München vom 04.05.2006

 

 

 

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Quelle: Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen an der LMU München vom 04.05.2006

 

 

 

 Verbrennungsgrade  Klinische Symptome  Morphologischer Schaden
 1.°  Rötung, Schwellung (Ödem), Schmerzen.  Hornhautabstoßung. Keine Unfallfolgen.
 2.° oberflächlich

 Blasenbildung; schmerzhafter,
 feuchter und durchbluteter Wundgrund.

 

 Abstoßung der Epidermis.
 Wundheilung ohne Narben aus den Hautanhangsgebilden.

 

 2.° tief

 Trockener, weißlicher Wundgrund.

 Berührung wenig schmerzhaft.

Haar- und Nagelausfall. Blutung erst bei tieferem Nadelstich. Rötung mit Glasspatel nicht wegdrückbar.

Schädigung bis ins Corium. Wundheilung nur mit  Narbenbildung möglich. Meist Hautübertragungen nötig.

 3.°

 Weißer, harter Wundgrund.

 Keine Schmerzen beim

 Nadelstich.

 Zerstörung des Coriums und evt. tieferer 

 Schichten. Wundheilung nur vom Wundrand her   möglich. Hautübertragung nötig.

 

 

/Stand: 29.10.2013 Author